philosophische werkstatt
dresdner institut für orientierungswissen

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Philosophische Unternehmensberatung

in der Erarbeitung von Entwicklungskonzepten, Strategien und Projekten von Unternehmen, Vereinen und Organisationen

Eine philosophische Unternehmensberatung sucht den Zugang zu dem Unternehmen, dem Verein, der Organisation etc. über deren Sprache, über die internen Sprachregelungen, die zumeist in Konzept- und Strategiepapieren festgelegt sind. Eine philosophische Analyse beschäftigt sich dabei insbesondere mit den verwendeten Begriffen und der logischen Struktur dieser Konzepte und Strategien. Dies ist keineswegs von nur peripherer Bedeutung. Je nachdem, wie die benutzte Sprache beherrscht wird, weitet oder verengt sie den Blick auf das Handlungsfeld und lässt es in einem klaren oder diffusen Licht erscheinen.

So lassen sich z.B. die zentralen konzeptionellen Ideen in der Regel auf wenige Begriffe reduzieren. Solche Begriffe weisen immer ein gewisses Spektrum an möglichen Bedeutungen auf. In diesem Deutungsspektrum besteht, wenn man so will, ihr Reichtum, der durchaus das Konzept bereichern und damit das Handlungsfeld erweitern kann, wenn er erschlossen wird, bzw. eben auf wenige Stränge verengt, wenn dies nicht der Fall ist. Eine hermeneutische Begriffsanalyse kann regelrechte Blockaden im Denken aufbrechen.

Konzeptionelle Verständigungsprozesse können sich, um ein anderes Beispiel zu nennen, zu endlosen Debatten ausweiten, wenn in einem der Logik widersprechenden Sprachgebrauch Scheinprobleme diskutiert werden. Ohne präzise, in sich stimmige Problemformulierungen greifen auch die gern praktizierten Kreativitäts- bzw. Moderationstechniken schlicht ins Leere; die angestrebten kollektiven Lernprozesse finden nicht statt.

Die sehr häufig anzutreffende Verletzung von Sprachhierarchien hinterlässt konzeptionelles und gedankliches Chaos. Bei neuen Mitarbeitern ruft dies in der Regel das Gefühl hervor, eine Geheimsprache erlernen zu müssen. In sich folgerichtig strukturierte Konzepte sind leicht habitualisierbar, entlasten den kollektiven Lernprozess und lassen auch das Handlungsfeld in beherrschbaren Strukturen erscheinen.

Zumeist berufen wir uns auf die Wirklichkeit, um die Grenzen in unserem Denken und Handeln zu rechtfertigen. Die Wirklichkeit aber zieht keine solchen Grenzen, sie ist zunächst nur einfach ein offenes Feld von Möglichkeiten. Erst durch unser Bemühen, sie gedanklich und sprachlich ergreifen und festhalten zu wollen, gewinnt sie für uns an Struktur. Entsprechend hängt unser Zugriff zur Wirklichkeit ab von dem Begriff von Wirklichkeit, den zu bilden wir vermögen, von der Sprache, in der unsere Konzepte und Strategien verfasst sind. Der Begriff "Verfassen" bringt den Zusammenhang treffend zum Ausdruck. Er schließt etymologisch an die Bedeutung "ergreifen und festhalten" des Wortes "fassen" im übertragenen Sinne von "geistig begreifen" an. Deshalb auch will die Sprache beherrscht sein, in der Konzepte und Strategien verfasst sind, soll der Zugriff zum eigenen Gestaltungsfeld gut begründet und gut strukturiert gelingen.

Die Analysen und Beratungen der philosophischen werkstatt folgen auch hier ihrer generellen Orientierung, die nicht nur auf eindimensionale Lösungen zielt, sondern darauf, in ihren Sprach- und Strukturanalysen zu Konzepten, Strategien und Handlungsfeldern ein Möglichkeitsfeld denkbarer Alternativen aufzuspannen. Gern verweisen wir dabei auf die Maxime:

Handle stets so, dass sich die Anzahl Deiner Möglichkeiten erhöht.


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Kontakt: Dr. Helmut Gebauer – helmut.gebauer[at]philosophischewerkstatt[.]de
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